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02.08.2018

Fake-Anrufe bei der Polizei

Polizeidirektor Michael Prinz

Leiter der Einsatzleitzentrale der Polizei Berlin, © Polizei Berlin

#NoNotruf

Um die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren, twittert unter anderem die Polizei Berlin unter dem Hashtag #NoNotruf, über die Anrufe, die kein Notruf sind: „Wir warten hier seit 1/2 h auf einen Parkplatz und da kommt eine angefahren und nimmt uns den weg. Wir haben auch Zeugen“, ist dort etwa als Tweet zu finden. „Wir versuchen damit auf das Thema aufmerksam zu machen. Ob das diese Anrufer letztendlich abhalten wird, für so etwas den Notruf zu wählen, kann man schwer sagen“, meint Prinz. Bevor man die 110 wählt, sollte der Anrufer sich um Alternativen Gedanken machen. In vielen Städten gibt es zum Beispiel Bürgertelefone, die für viele Themen und Auskünfte Ansprechpartner sein können. Für Auskünfte rund um Behörden gibt es außerdem die bundesweite Behördennummer 115. Dort erhalten Bürgerinnen und Bürger Antworten rund um Behördenanliegen – egal, um welche Verwaltungsebene oder Zuständigkeit es geht.

Was ist ein Notruf?

Grundsätzlich kann und soll man immer dann die Polizei rufen, wenn man sich selbst oder andere in Gefahr sieht. Das kann manchmal auch von der jeweiligen Situation abhängen. „Wenn mir mein Haustürschlüssel in den Gully fällt, ist das erstmal keinen Notruf wert. Wenn ich aber gerade zu meiner 80-jährigen Mutter wollte, die dement und zuckerkrank ist, und dringend Medikamente benötigt, kann das durchaus ein Fall für Polizei oder Feuerwehr sein“, erklärt Prinz. „Ich möchte keine starren Kriterien für einen Notruf festlegen. Wenn man sich oder andere bedroht sieht oder ernsthaft Hilfe benötigt, ist hier natürlich die Polizei der erste Ansprechpartner.“

Auch Notaufnahmen überlastet

Ähnlich wie bei der Polizei sieht es auch in vielen deutschen Notaufnahmen aus. Denn viele Menschen rufen den Rettungsdienst oder kommen in die Notaufnahme, obwohl sie nicht ernsthaft erkrankt sind. Das führt nicht nur zu langen Wartezeiten für alle, sondern auch dazu, dass echte medizinische Notfälle später versorgt werden. Eine Alternative ist hier der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117. Diesen kann man anrufen, wenn die Hausarztpraxen geschlossen haben, etwa abends oder am Wochenende. Beim Bereitschaftsdienst werden Erkrankungen behandelt wie fiebrige Erkältungen, Brechdurchfall, Harnwegsinfektionen oder Ohrenschmerzen. Eine Praxis in der Nähe bekommt man am Telefon genannt. Falls man die Wohnung nicht verlassen kann – zum Beispiel bei einem akuten Hexenschuss – kommt ein Arzt auch nach Hause. In lebensbedrohlichen Situationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie Verletzungen wie Verbrennungen, Schnittwunden oder Knochenbrüchen steht natürlich der Notruf unter 112 zur Verfügung.

SBa (27.07.2018)

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